Belgier sollen mehr Pommes frites essen, um Kartoffelbauern zu helfen
Restaurants in Belgien sind aufgrund der COVID-19-Sperre des Landes mindestens noch bis zum 8. Juni geschlossen. Etwa 750.000 Tonnen Kartoffeln, die nur noch bis Ende Juni haltbar sind, konnten daher nicht verkauft werden. Der Kartoffelpreis ist stark gefallen.
Der Chef der belgischen Vereinigung der Kartoffelverarbeiter, Romain Cools, schlägt daher eine einfache Lösung vor, und zwar, mehr Pommes zu essen. Er verweist dabei auf Statistiken, die zeigen, dass in belgischen Haushalten in der Regel eine Portion Pommes pro Woche gegessen wird, und schlägt vor, dass eine weitere Portion den Verbrauchern nicht schaden werde, den Kartoffelproduzenten aber wirklich helfen würde. „Es schadet der Gesundheit nicht, wenn man stattdessen einfach etwas anderes, ähnlich fettiges, aus seiner Mahlzeit weglässt“, schlägt Romain Cools vor.
An der Menge gemessen ist Belgien der weltweit größte Exporteur von Tiefkühlkartoffelprodukten. Die Kartoffelverarbeitungsindustrie in Belgien hat einen Wert von jährlich mehr als 2 Milliarden Dollar.