Kleinlaster zerstört heilige Steinstatue auf der Osterinsel
Am 1. März rollte ein geparkter Kleinlaster einen Hügel auf der Osterinsel hinunter und kollidierte mit einer 1000 Jahre alte Statue. Schuld an dem Unfall war offensichtlich ein Versagen der Bremsen. Der Besitzer des Lastwagens, ein auf der Insel lebender Chilene, wurde verhaftet und beschuldigt, ein Nationaldenkmal beschädigt zu haben. Der Lastwagen war gegen einen Ahu geprallt. Ein Ahu ist der Steinsockel, auf dem eine Moai-Statue steht. Die Kollision verursachte Schäden von unermesslichem Ausmaß. Moai sind die Steinfiguren, die die Osterinsel berühmt gemacht haben. Es gibt etwa 900 von ihnen auf der Insel.
Für die einheimischen Bewohner, die ihre Insel Rapa Nui nennen, sind die Moai-Statuen heilig. Für die Inselbewohner tragen die Steinstatuen den Geist ihrer Vorfahren in sich und werden als deren Inkarnation angesehen. Für sie sind die Statuen mehr als nur archäologische Stätten; sie sind der Ausdruck einer lebendigen Kultur. Seit 2012 ist die Bevölkerung der Insel um 50 % auf 12.000 Einwohner angewachsen. Gegenwärtig besuchen etwa 12.000 Touristen jeden Monat die Osterinsel.
Ein Experte des Britischen Museums besuchte die Osterinsel im vergangenen Jahr, um seinen Rat zum Schut