„Boy Scouts“ beantragen Insolvenzschutz nach zahlreichen Missbrauchsklagen
Die Pfadfinderorganisation „Boy Scouts of America“, eine der ältesten und größten Jugendorganisationen in den USA, hat Anfang der Woche Insolvenzschutz beantragt. Die Organisation hat im Rahmen ihrer Verteidigung gegen Hunderte von Klagen wegen sexuellen Missbrauchs, die in den letzten Jahren gegen sie eingereicht wurden, mit hohen Gerichtskosten zu kämpfen.
In einer Erklärung sagte der Präsident der „Boy Scouts“, Roger Mosby, dass das auch als Abschnitt 11 des US-Insolvenzrechts bekannte Konkursverfahren es möglich machen werde, den vielen Opfern sexuellen Missbrauchs eine angemessene Entschädigung zu zahlen und gleichzeitig die wichtige Mission der Organisation aufrechtzuerhalten. Insolvenzschutz ermöglicht es einer Organisation, ihre Arbeit fortzusetzen und ihre Gläubiger im Laufe der Zeit zu bezahlen. Es erlaubt der Organisation außerdem, alle Klagen gemeinsam und nicht jeden Fall einzeln vor Gericht zu bringen. Der Konkursantrag gilt nur für die Landesorganisation, nicht für regionale Gruppen.
Die „Boy Scouts of America“ wurden 1910 gegründet und haben etwa 2,2 Millionen Mitglieder im Alter zwischen 7 und 21 Jahren. Andere Organisationen, gegen die eine Vielzahl von Klagen wege