Neue Studie: Teebeutel setzen Milliarden von Mikroplastikpartikeln frei
In einem am vergangenen Mittwoch in der Fachzeitschrift Environmental Science and Technology veröffentlichten Artikel heißt es, dass bestimmte Teebeutel Milliarden mikroskopisch kleiner Kunststoffteilchen in der Teetasse hinterlassen können. Die Studie wurde von Forschern der McGill University in Montreal, Kanada, durchgeführt.
Die Wissenschaftler entfernten den Tee aus den Teebeuteln und brühten die leeren Beutel mit 95°C heißem Wasser auf, so als ob sie Tee zubereiten würden. Sie stellten fest, dass ein einziger Teebeutel aus Kunststoff etwa 11,6 Mrd. Mikroplastikpartikel und 3,1 Mrd. Nanoplastikpartikel in das heiße Wasser freisetzt. Die Partikel sind für das bloße Auge unsichtbar.
Mikroplastikpartikel – kleine Plastikteilchen mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern – wurden sowohl in Leitungswasser als auch in abgefülltem Wasser sowie in einigen Lebensmitteln gefunden. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellen solche Partikel im Trinkwasser kein Gesundheitsrisiko dar. Die WHO sagte jedoch auch, dass diese Schlussfolgerung auf „begrenzten Informationen“ basiert und fordert weitere Untersuchungen zu diesem Thema.