Proteste in Frankreich gegen Macrons Rentenreform
Am Montag gingen über 20.000 französische Berufstätige, darunter Anwälte, Ärzte, Krankenschwestern und Piloten, auf die Straße, um gegen die geplante Rentenreform der Regierung zu protestieren. Die Reform der staatlichen Renten zielt darauf ab, das gegenwärtige System zu vereinfachen und durch einen standardisierten Rentenplan zu ersetzen.
Die derzeitigen Rentenregelungen basieren auf 42 verschiedenen Altersversorgungssystemen. Mit der Umstellung auf ein universelles Punkte-System werden die höheren Renten abgeschafft, die bisher für viele Berufsgruppen galten. Die Regierung hat zugesagt, dass sich das gesetzliche Rentenalter von 62 Jahren nicht ändern wird. Es kann jedoch neue Bedingungen geben, die die Menschen dazu bewegen könnten, länger zu arbeiten.
Streiks der Verkehrsmitarbeiter in Paris im Zusammenhang mit den Protesten gegen die geplante Rentenreform hatten am Freitag fast den gesamten öffentlichen Verkehr der Hauptstadt lahmgelegt. In der Umgebung von Paris gab es 235 km lange Staus, mehr als doppelt so viele wie normalerweise. Mehrere Gewerkschaften haben zu Demonstrationen in Paris am 21. und 24. September aufgerufen.