Waldbrände im Amazonasgebiet lösen weltweite Empörung und Besorgnis aus
Seit drei Wochen wüten im Amazonas-Regenwald verheerende Brände. Allein in diesem Monat gab es mehr als 26.000 Waldbrände. Laut CNN wurden in diesem Jahr im Amazonasgebiet mehr als 80.000 Brände verzeichnet, ein Anstieg von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Waldbrände treten in der Trockenzeit im Sommer häufig auf. Sie werden jedoch auch gezielt gelegt, um Land für Ackerbau und Viehzucht zu gewinnen. Naturschützer machen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für die Zunahme der Brände verantwortlich, da sein politischer Kurs für das Amazonasgebiet der wirtschaftlichen Entwicklung Vorrang vor dem Umweltschutz gibt. Wissenschaftler sagen, dass der Regenwald seit dem Amtsantritt Bolsonaros im Januar größeren Schaden erlitten hat.
Auf internationalen Druck hin entsandte Bolsonaro am vergangenen Wochenende 2.500 Soldaten, um die Brände zu bekämpfen. Am Montag hatten die Staats- und Regierungschefs der Welt beim G7-Gipfel 18 Millionen Euro zugesagt, um die Bemühungen zu unterstützen. Bolsonaro lehnte die Hilfsgelder ab, deutete jedoch kurz darauf an, dass er es noch einmal überdenken werde. Unterdessen akzeptierte Brasilien eine Zusage von Hilfsgeldern von Großbritannien in Höhe