Rettungsschiff mit Migranten legt nach fünf Tagen im Meer in Malta an
Ein Boot mit 233 afrikanischen Migranten lief gestern Malta an, nachdem es fast eine Woche im Mittelmeer umhergeirrt war. Im Rahmen der Genehmigung zum Einlaufen des Rettungsschiffes erklärten sich Malta und sieben weitere europäische Länder (Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Irland, Belgien und Frankreich) bereit, einige der Migranten aufzunehmen.
Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation „Mission Lifeline“ hatte die Migranten am vergangenen Donnerstag vor der libyschen Küste aufgenommen. Malta hatte zunächst das Einlaufen des Schiffes verweigert, ebenso wie Italien, wo alle Häfen für Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen geschlossen sind. Nachdem sich die Bedingungen an Bord des Rettungsschiffes in den letzten Tagen verschlechtert hatten, debattierten die europäischen Länder darüber, wer die Migranten aufnehmen würde.
Letzte Woche wurden Boote mit 630 aus dem Mittelmeer geretteten Migranten von Malta und Italien abgewiesen, bevor sie später in Spanien anlegen durften. Einige EU-Länder beschuldigen Hilfsorganisationen, illegal zu handeln, wenn sie sich weigern, die Migranten an die libysche Küstenwache zu übergeben.