Geburtenrate in Vereinigten Staaten erreicht den niedrigsten Stand in 30 Jahren
Die Geburtenrate in den Vereinigten Staaten erreichte 2017 einen Rekordtiefstand. Das geht aus einem Bericht hervor, der Anfang des Monats von der amerikanischen Gesundheitsbehörde veröffentlicht wurde. Im letzten Jahr wurden in den USA rund 3,85 Millionen Babys geboren. Das waren zwei Prozent weniger als 2016 und die niedrigste Zahl seit drei Jahrzehnten.
Mit dem Rückgang der Geburtenrate ist auch die Fruchtbarkeitsziffer des Landes gefallen. Sie liegt jetzt bei 1,76 Geburten pro Frau und damit deutlich unter den 2,1, die notwendig sind, um die Stabilität der Bevölkerung zu gewährleisten. Im Vergleich dazu lag die Fruchtbarkeitsziffer in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, bekannt als die „Baby-Boom“-Generation, bei 3,7.
Demographen sind sich nicht sicher, welche Faktoren für diese Veränderungen verantwortlich sind. Die Geburtenraten sinken oft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, steigen aber dann meist wieder an, wenn sich die Wirtschaft erholt. Dies ist in den USA nicht geschehen. Die Fruchtbarkeitsziffer ist seit dem Ende der Großen Rezession 2010 zurückgegangen.