Norwegisches Parlament entkriminalisiert Drogen
In der vergangenen Woche stimmte das norwegische Parlament mehrheitlich dafür, den Drogenkonsum zu entkriminalisieren und sich stattdessen auf die Behandlung der Drogensucht zu konzentrieren. Durch diese Abstimmung werden illegale Drogen nicht automatisch legalisiert, sondern die Regierung wird angewiesen, die derzeitigen Gesetze im Zusammenhang mit Drogen zu überarbeiten.
Unter dem vorgesehenen Plan würden Personen, an denen kleine Mengen Marihuana, Kokain und andere illegale Drogen gefunden werden, in ein Behandlungsprogramm geschickt, anstatt mit Geld- oder Gefängnisstrafen belegt zu werden. Die neuen Vorschriften orientieren sich an den geltenden Bestimmungen in Portugal. Dort wurde der Drogenmissbrauch 2001 entkriminalisiert und seitdem sind der gewohnheitsmäßige Drogenkonsum und die Anzahl der durch Drogen verursachten Todesfälle deutlich zurückgegangen. 2006 begann Norwegen mit dem Test eines Entkriminalisierungsprogramms in Oslo und Bergen, im Rahmen dessen Drogenkonsumenten mit einer Behandlung bestraft wurden. Im letzten Jahr erhielten Gerichte im ganzen Land ebenfalls diese Möglichkeit.
Befürworter des neuen Ansatzes argumentieren, dass durch die Suchtbehandlung von Drog