Der Aufstieg und Fall von Liz Truss
Liz Truss war als eine moderne Margaret Thatcher angetreten. Aber auf die aktuelle Lebenshaltungskostenkrise reagierte sie eher wie der argentinische Populist Juan Perón. Zuerst schlug sie unerschwingliche Energiesubventionen vor. Dann folgten ebenso unerschwingliche und noch weniger zu rechtfertigende Steuersenkungen.
All dies löste einen Schock in den Finanzmärkten aus. Damit verlor Truss das Vertrauen ihrer Partei, ganz zu schweigen vom Rest des Landes, wo sie ohnehin keine Unterstützung hatte.
Ich sehe die Wendung von Truss zum Populismus aber auch als Teil eines breiteren Trends. In Zeiten des wirtschaftlichen und sozialen Drucks wendet sich Europa oft dem Populismus zu.
Erinnern Sie sich an die griechische Schuldenkrise? Diese Krise brachte 2015 die linkspopulistische Syriza-Regierung an die Macht. Erst vor kurzem haben die Wähler in Italien den Zentristen Mario Draghi durch eine Koalition aus rechtsextremen populistischen Parteien ersetzt.
Schweden hat mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und sozialen Spannungen zu kämpfen, die durch einen Anstieg der Z