Neue Richtlinien des Vatikans zu übernatürlichen Phänomenen
Der Vatikan hat seine Regeln für die Beurteilung von übernatürlichen Ereignissen aktualisiert, darunter von Erscheinungen und Visionen von Jesus Christus oder der Jungfrau Maria. In einem Dokument, das am vergangenen Freitag vom Glaubensdikasterium veröffentlicht wurde, wurden neue Normen formuliert, die das Internet-Zeitalter berücksichtigen und den Beurteilungsprozess vereinfachen.
Über Jahrhunderte hinweg haben mutmaßliche Marienerscheinungen beliebte und lukrative Wallfahrtsorte wie Fátima in Portugal und Lourdes in Frankreich inspiriert. Der Vatikan sieht jedoch auch die potenziellen Schäden, die durch eine übersteigerte Phantasie und offenkundige Schwindel verursacht werden können. Dies könne Gläubige in die Irre führen und ihnen Schaden zufügen.
Das neue Verfahren ermöglicht schnellere und besonnenere Entscheidungen bei Behauptungen über übernatürliche Phänomene. Nach den neuen Richtlinien werden Bischöfe und Kirchenvertreter nicht länger erklären, ob mutmaßliche Phänomene übernatürlich sind oder nicht. Diese Entscheidung bleibt nun dem Papst überlassen.
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