Tödliche Schüsse auf einen Teenager: Rassismusvorwürfe gegen die französische Polizei
In ganz Frankreich kam es zu Unruhen, nachdem ein Video von einer tödlichen Polizeischießerei im Internet veröffentlicht worden war. Das Opfer, ein französisch-algerischer Teenager namens Nahel, wurde am vergangenen Dienstag bei einer Verkehrskontrolle getötet. Er war unbewaffnet. Der Vorfall löste Vorwürfe über institutionellen Rassismus bei der französischen Polizei und über Rassendiskriminierung in der französischen Gesellschaft im Allgemeinen aus.
Einwanderer und französische Staatsbürger, die ursprünglich aus Nordafrika und aus Ländern südlich der Sahara stammen, sehen die Doppelmoral der Polizei oft als ein Symptom für eine allgemeine Voreingenommenheit in der französischen Gesellschaft. Laut einer Anfang dieses Jahres veröffentlichten Umfrage gaben 91 Prozent der befragten Personen schwarzer und gemischter Hautfarbe an, persönliche Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung im Alltag gemacht zu haben.
Sie werden auch doppelt so häufig wie die Gesamtbevölkerung nach ihrem Ausweis gefragt. Anderen Berichten zufolge verhängt die Polizei in Gebieten mit einer höheren Konzentration von ethnischen Minderheiten deutlich mehr Bußgelder. Forscher haben außerdem Diskriminierung bei J