Ta ta ta taaaa! Ludwig van Schmidt?
13 April 2023
Everett Collection / Shutterstock
| Jana: | Vor zwei Wochen wurde eine Studie über die erfolgreiche genetische Sequenzierung von fünf Haarproben veröffentlicht, die von Ludwig van Beethoven stammten. Die Ergebnisse waren der absolute Knaller! Halt dich fest. Beethoven war aller Wahrscheinlichkeit zumindest biologisch überhaupt kein Beethoven! Ta, ta, ta taaaaa! Sein Genom wurde mit dem von fünf lebenden Nachkommen der van Beethovens verglichen, deren Linie sich durch ein gemeinsames Y-Chromosom und Taufbücher bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, wo sie sich mit Ludwigs Linie kreuzt. Beethoven ist biologisch nicht mit ihnen verwandt. Irgendwo in den sieben Generationen vor unserem Beethoven muss es einen Seitensprung gegeben haben. Auch mit anderen Gerüchten räumt die Studie auf. Beethoven war nicht schwarz und er starb auch nicht an einer Bleivergiftung. Beides war fälschlicherweise immer wieder angenommen worden. Bist du auch so platt wie ich, Michael? |
| Michael: | Also erstmal möchte ich wissen, ob die Haarproben wirklich von Beethoven stammen. Das wird von den Forschern einfach so als Fakt dargestellt. |
| Jana: | Die Forscher sind sich sicher. Gerade eine Haarprobe hat eine ausgezeichnete Provenienz. |
| Michael: | Die Forscher hatten acht Haarproben. Eine kam von einer Frau, eine war unbrauchbar und eine von einem nicht konsistenten Mann. Fünf Haarproben kamen von demselben Mann. Darunter war eine Haarprobe, die Beethoven persönlich dem Komponisten Anton Halm mit den Worten „Das sind meine Haare“ gegeben haben soll. |