Lützerath weicht der Braunkohle
19 January 2023
Constantin Zinn Photo / Shutterstock
| Jana: | Deutschland hat gerade hoffentlich eines der letzten Kapitel der Braunkohle aufgeschlagen. Das Dorf Lützerath muss als eines der letzten Dörfer Deutschlands der Braunkohle weichen. Das sieht der Kompromiss vor, den ausgerechnet unter anderen die grüne Umweltministerin von Nordrhein-Westfalen (NRW) und Wirtschaftsminister Habeck mit dem Energiekonzern RWE ausgehandelt haben, um den Kohleausstieg in Deutschland um acht Jahre auf 2030 vorzuziehen. Das Dorf war das Opfer. Die Bewohner sind schon lange umgesiedelt. Aber Klimaaktivisten aus ganz Deutschland und ganz Europa inklusive Greta Thunberg kamen, um zu protestieren. Sie trafen auf Hundertschaften der Polizei. Jetzt laufen Fernsehbilder durch die deutschen Stuben, die die Grünen wirklich überhaupt nicht gut dastehen lassen. Die Argumente für das Ende Lützeraths sind eigentlich recht schwach, die politischen Kosten hingegen riesengroß. Was hältst du von diesem Deal, Michael? |
| Michael: | Gar nichts. Und das aus gleich mehreren Gründen. Es ist absurd, dass heute noch ein Dorf für Braunkohle geopfert wird. Braunkohle ist wirklich die absolut schmutzigste Energiequelle, die es auf dieser Erde gibt. Die Gruben hätten schon vor langer Zeit stillgelegt werden müssen. Aber Deutschland ist selber schuld. |