Frankreich lehnt Schuluniform-Pflicht ab
Am Donnerstag lehnte die französische Nationalversammlung einen Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Schuluniform-Pflicht ab. Die Debatte begann, nachdem die rechtspopulistische Partei Rassemblement National von Marine Le Pen einen Antrag gestellt hatte, das Tragen von Schuluniformen wieder zur Pflicht zu machen.
Zuvor hatte Frankreichs First Lady Brigitte Macron erklärt, sie persönlich glaube, dass die Einführung einer Schuluniform-Pflicht die soziale Ungleichheit unter französischen Schülern ausgleichen könne. In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien sagte Macron, dass sie als Kind 15 Jahre lang eine Uniform getragen habe. Sie sagte auch, sie hätte damit kein Problem gehabt.
Der ursprüngliche Vorschlag sah vor, dass Schüler Uniformen in ihren eigenen Schulfarben tragen sollten. Das Tragen von Uniformen könnte die sozialen Barrieren zwischen den Schülern beseitigen, die oft durch die in der Schule getragene Kleidung sichtbar werden. Außerdem heißt es in dem Vorschlag, dass eine universelle Uniform das Tragen religiöser oder ethnischer Kleidung in Schulen verhindern könnte.