Aktivisten protestieren gegen Privatjets von Klimakonferenz-Teilnehmern
Am vergangenen Donnerstag blockierten Umweltaktivisten die Eingänge zu zahlreichen europäischen Privatjet-Terminals. Die Proteste fanden an zwei britischen Flughäfen sowie an Terminals in Berlin, Mailand, Stockholm und Trondheim statt. Sie sind Teil weltweiter Aktionen gegen die private Luftfahrt, die zeitlich mit der UN-Klimakonferenz COP27 in Ägypten zusammenfallen.
Zwischen dem 4. und 6. November, dem Beginn der UN-Klimakonferenz, sind 36 Privatjets in Scharm El-Scheich in Ägypten gelandet. 64 weitere Privatjets von Klimakonferenz-Teilnehmern flogen nach Kairo. Neun dieser Flüge kamen aus Großbritannien, die meisten anderen aus anderen europäischen Ländern, darunter Italien, Frankreich und die Niederlande.
Privatjets verursachen deutlich mehr Emissionen pro Passagier als kommerzielle Flüge. So würde beispielsweise ein Privatflug von Amsterdam nach Ägypten 45,3 Tonnen CO2-Emissionen verursachen. Wäre ein solcher Privatjet mit der maximalen Kapazität von 15 Passagieren besetzt, so wäre jeder von ihnen für etwa drei Tonnen Emissionen verantwortlich. Im Vergleich dazu wären die Emissionen bei einem kommerziellen Flug der Premium-Klasse nur etwa eine halbe Tonne pro Person.