Neue Studie: Industrielle Tierhaltung senkt Risiko für Pandemien
In einem neuen Bericht, der am 22. Juni in der Zeitschrift Royal Society Open Science veröffentlicht wurde, wurden die industrielle Tierhaltung (die auch intensive oder Massentierhaltung genannt wird) und die extensive Tierhaltung verglichen. Die Studie von Tierärzten und Ökologen kommt zu dem Schluss, dass die industrielle Tierhaltung das Risiko von Pandemien und das Auftreten gefährlicher Krankheiten verringern kann.
In früheren Berichten wurde die industrielle Vieh- und Geflügelhaltung mit der Ausbreitung von durch Tiere übertragenen Krankheiten in Verbindung gebracht. In diesem neuen Bericht argumentieren die Autoren, dass landwirtschaftliche Betriebe, die extensive Tierhaltung betreiben, sehr viel mehr Land benötigen, um die gleiche Menge an Nahrungsmitteln zu produzieren.
Der Übergang zur extensiven Tierhaltung erfordert eine großflächige Umwandlung natürlicher Lebensräume und führt zu einem verstärkten Kontakt zwischen Nutztieren und Wildtieren. Dies erhöht das Risiko für die menschliche Gesundheit, da gefährliche Viren von Wildtieren auf Nutztiere überspringen können.