Bier könnte knapp werden
9 June 2022
| Michael: | Josef Westermeier, ein Geschäftsführer des bayerischen Bierherstellers „Erdinger“, warnt vor einer Explosion der Bierpreise. Die Marke ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Weißbier weltweit. Die Menschen müssten sich auf drei bis vier Euro mehr pro Kasten einstellen. Grund dafür seien die gestiegenen Energiekosten, die „grausam“ wären. Doch das sei noch nicht alles. Wenn jetzt auch noch das Gas knapp werde, könne die Produktion die Nachfrage nicht mehr decken. Es müsste also entschieden werden, welcher Kunde wie viel Weißbier bekommt. „Der Spiegel“ nimmt die Äußerungen Westermeiers auf die Schippe. „Erst eine grausame Explosion, dann auch noch Triage: Das ist ja furchtbar“, schreibt das Magazin mit einem ironischen Unterton im Artikel „Das Grauen“ vom 27. Mai. |
| Jana: | (ironisch) Wer hätte gedacht, dass uns nach der Corona-Krise und dem Krieg in der Ukraine nun noch Schlimmeres bevorsteht: Eine Weißbier-Triage. |
| Michael: | Ich glaube, Westermeier hat das durchaus ernst gemeint. Und der Ausdruck „Weißbier-Triage“ stammt übrigens von ihm. |
| Jana: | Das ist ja gerade das Absurde daran. In Bayern hat man anscheinend keine größeren Sorgen. |
| Michael: | Weißbier wird ja mit einem hohen Anteil an Weizen gebraut. Und die Weizenpreise steigen im Moment. Da ist es schon verständlich, dass man sich in Bayern Sorgen macht. |