Die „Great Replacement“-Tiraden des Massenmörders von Buffalo haben tiefe Wurzeln
Am Samstag hat ein 18-jähriger Mann zehn Menschen in Buffalo, New York, erschossen. Die Behörden sagen, dass der Täter rassistisch motiviert war und gezielt einen Supermarkt in einem überwiegend von Schwarzen bewohnten Viertel angegriffen hat. Der Täter soll ein 180-seitiges Dokument verfasst haben, das rassistische, hasserfüllte Tiraden über den „großen Austausch“ („Great Replacement“) enthält.
Die „Theorie vom großen Austausch“ ist eine Verschwörungstheorie, die ihre Wurzeln im europäischen Nationalismus des frühen 20. Jahrhunderts hat. In jüngster Zeit wurde sie durch den französischen Autor Renaud Camus populär gemacht. Die Theorie besagt, dass es eine geheime Intrige von nicht-europäischen Eliten gibt, um weiße Europäer in den USA und in Europa durch Einwanderer aus nicht-europäischen Ländern zu ersetzen.
Die Idee wurde von rechtsgerichteten Medien in den USA und von populistischen Politikern in aller Welt mit Begeisterung aufgegriffen. Einigen Umfragen zufolge glaubt inzwischen jeder dritte Erwachsene in den USA an diese falsche Theorie. Sie glauben an ein Komplott, nach dem in den USA geborene Amerikaner durch Einwanderer ersetzt werden sollen. Daher glauben sie, dass weiße, i