Klimaaktivisten weiten Proteste auf Flughäfen und Häfen aus
3 March 2022
| Jana: | Die Aktivistengruppe „Aufstand der letzten Generation“ hat ihre Blockaden auf Häfen und Flughäfen ausgeweitet. Es handelt sich hier um eine Gruppe von Klimaaktivisten, die von der Bundesregierung ein „Essen-Retten-Gesetz“ und andere Klimaschutzmaßnahmen fordert. Seit Ende Januar blockieren die Aktivisten regelmäßig Autobahnen in Berlin und in anderen Städten, in dem sie sich mit den Händen auf den Autobahn-Asphalt festkleben. Es ist dann extrem schwierig, diese Aktivisten zu entfernen. Auf diese Weise haben sie den Verkehr auf vielen Autobahnen stundenlang lahm gelegt, worüber die Fahrer überhaupt nicht erfreut waren. Die Bundesregierung hat Gesprächsbereitschaft signalisiert, lehnt die Methoden der Aktivisten jedoch ab. Alle Parteien im Bundestag außer der Linken haben sich stark negativ geäußert, sogar die Grünen. Die Proteste seien kontraproduktiv, erpresserisch und hätten mit einer freien Demokratie nichts mehr zu tun. Eine der Anführerinnen der Bewegung, Aimée van Baalen, hatte letzte Woche im Deutschlandfunk angekündigt, diese Störaktionen auch auf Häfen und Flughäfen auszuweiten. Das ist seither auch geschehen. Worum geht es hier, Michael? |
| Michael: | Es handelt sich um die gleiche Gruppe, deren Vordenker Henning Jeschke und Lea Bonasera im September 2021 einen Hungerstreik gemacht haben, um ein Gespräch mit dem damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Scholz zu erzwingen. Der war zu diesem Gespräch auch tatsächlich erschienen. Die Gruppe hat auch mal Kartoffeln vor dem Bundeskanzleramt gepflanzt und hat „containert“, also noch essbare Abfälle an Menschen verteilt, was in Deutschland illegal ist. |