Ein Blick auf den deutschen Kindersegen
20 January 2022
| Jana: | Ich habe neulich einen hochinteressanten Artikel in der FAZ gelesen. Der Artikel vom 10. Januar hatte den Titel: „Wo Menschen Kinder bekommen – und wo nicht“, geschrieben von Bastian Benrath. Der Artikel beruhte auf Statistiken des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden und brachte Überraschendes zu Tage. Die Regionen, wo die Kinderzahl pro Frau am höchsten ist, sind gerade NICHT die Regionen, deren Lebensqualität gemeinhin als hoch eingestuft wird. Es sind NICHT die Regionen, die als besonders familienfreundlich gelten, also dort, wo zum Beispiel viel Geld für Krippenplätze ausgegeben wird. Das sollte unsere Familienministerin doch eigentlich interessieren. Die Regionen mit der größten Anzahl Kinder pro Frau sind … |
| Michael: | … auf dem Land. |
| Jana: | Genau! 8 von 10 dieser Regionen können dem ländlichen Raum zugeschrieben werden. Es sind meistens strukturschwache, ländliche Regionen, wo die Kinderzahl pro Kopf am höchsten ist. Einer der Spitzenreiter in Deutschland in dieser Hinsicht ist zum Beispiel das südwestliche Rheinland-Pfalz. Hast du den Artikel auch gelesen? |
| Michael: | Nee. Aber man muss doch nicht in die Glaskugel gucken, um darauf zu kommen. Die deutsche Familienpolitik ist verfehlt. Frauen entscheiden sich nicht für Kinder, weil es um die Ecke 12 Museen, 20 Bäcker und einen Park gibt. Auch die Anzahl von Kindertagesstätten oder Krippenplätzen wird im Endeffekt kaum einen Unterschied machen. |