Britisches Energieunternehmen entschuldigt sich für beleidigende Tipps zum Energiesparen
In der vergangenen Woche hat sich einer der größten britischen Energieversorger bei seinen Kunden entschuldigt. Am Montag hatten einige Kunden von OVO Energy einen Link zu einem Blogbeitrag erhalten, der einige „hilfreiche Tipps“ zum Energiesparen enthielt. Zu den Tipps gehörten das Kuscheln mit Haustieren, Hampelmann-Sprünge, der Konsum von Porridge oder Ingwer und sogar ein Hula-Hoop-Wettbewerb mit der Familie.
Die Liste der Tipps löste Empörung aus. Die Empfehlungen, Sport zu treiben oder mit Haustieren zu kuscheln, wenn man seine Energierechnung nicht bezahlen kann, wurden als unsensibel und beleidigend bezeichnet. Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation National Energy Action sind mehr als 4 Millionen britische Haushalte von Energiearmut betroffen.
Britische Energiekunden werden in diesem Jahr durchschnittlich 790 Pfund mehr (umgerechnet 857 Euro) für die Beheizung ihrer Häuser zahlen müssen. Die europäischen Großhandelspreise für Gas sind gegenüber dem Vorjahr um 400 % gestiegen, die Strompreise um 300 %. Grund für die Preiserhöhungen sind die kalten Temperaturen, der Ausfall von Kernkraftwerken in Frankreich und die Verringerung von Gaslieferungen aus Russland.