Die USA kündigen einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking an
Am Montag gaben die USA bekannt, dass sie keine offizielle US-Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Peking entsenden werden. Der diplomatische Boykott ist eine Reaktion auf Chinas Völkermord und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Uiguren-Provinz Xinjiang. US-amerikanische Athleten dürfen jedoch an den Spielen teilnehmen und haben die volle Unterstützung der Regierung.
Zhao Lijian, der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, sagte, China werde Gegenmaßnahmen ergreifen. Er nannte jedoch keine Einzelheiten. Stattdessen warf er den USA vor, den Sport zu politisieren. In der Erklärung des Außenministeriums hieß es, der Boykott der USA beruhe auf Lügen und Gerüchten.
Nach der zornigen Erklärung des Außenministeriums wurde das Thema auf den Social Media-Plattformen in China sofort zensiert. Tausende von Kommentaren auf Social Media und staatlichen Medienseiten wurden gelöscht. Chinesische Diplomaten und Mitarbeiter der staatlichen Medien spielten den diplomatischen Boykott außerhalb Chinas herunter. Ihr Hauptargument war, dass die US-Diplomaten ohnehin nicht eingeladen worden waren.