Italien zeigt Ausstellung eines chinesischen Dissidenten trotz Protest aus Peking
Am 13. November wurde in einem Kunstmuseum in Brescia in Italien eine provokative Ausstellung des in Shanghai geborenen Künstlers Badiucao eröffnet – trotz des Widerstands aus Peking. Spottbilder von Xi Jinping und Winnie the Pooh werden hier neben Postern für die bevorstehenden Olympischen Winterspiele gezeigt, auf denen ein Athlet ein Gewehr auf einen uigurischen Gefangenen richtet, dem die Augen verbunden sind.
Die Zeitschrift Giornale di Brescia berichtet, dass die chinesische Botschaft eine E-Mail an Brescias Bürgermeister Emilio Del Bono geschickt hat. In dieser E-Mail hieß es, die Ausstellung sei „voller antichinesischer Lügen“. In dem Schreiben der Botschaft hieß es, die Ausstellung verletze die Gefühle des chinesischen Volkes und drohe, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern negativ zu beeinflussen.
Laut Badiucao war das Schreiben der Botschaft sehr einschüchternd. Es war eine direkte Aufforderung an das Museum, die Ausstellung abzusagen. Badiucao ist es gewohnt, zensiert und bedroht zu werden. Aber er war sehr froh über die Reaktion der Stadt Brescia. Die Stadt und die Stiftung der Museen von Brescia weigerten sich, die Arbeit des Künstlers zu zensieren.