EU-Bericht enthüllt weit verbreitete ethnische Diskriminierung durch die Polizei
Am 25. Mai veröffentlichte die EU-Agentur für Grundrechte einen neuen Bericht über ethnische Diskriminierung in Europa durch die Polizei. Dem Bericht zufolge werden Schwarze, Asiaten und Roma häufiger von der Polizei angehalten und kontrolliert. In bestimmten europäischen Ländern ist der Kontrast zwischen der Behandlung von Minderheiten und der allgemeinen Bevölkerung besonders auffällig.
Fast die Hälfte der Menschen afrikanischer Abstammung in Österreich wurde kontrolliert, verglichen mit nur einem Viertel der allgemeinen Bevölkerung. Ein Drittel der Roma in Kroatien und Griechenland wurde kontrolliert, im Vergleich zu weniger als einem Fünftel der allgemeinen Bevölkerung. In Spanien wurden nur 4 % der Bevölkerung von der Polizei kontrolliert, im Vergleich zu 14 % der Zuwanderer, die einer Minderheit angehören.
Die Umfrage umfasste die 27 EU-Mitgliedsstaaten, Großbritannien und Nordmazedonien. Am häufigsten hielt die Polizei junge Männer, Angehörige ethnischer Minderheiten und Muslime an. Die Beamten kontrollierten oder fragten ein Drittel aller Angehörigen ethnischer Minderheiten nach ihren Ausweispapieren, verglichen mit 14 % der allgemeinen Bevölkerung.