Säugetiere entwickelten größere Gehirne nach katastrophalen Ereignissen und Klimawandel
Am 29. April veröffentlichte ein internationales Team aus 22 Biologen, Evolutionsstatistikern und Anthropologen eine neue Studie in der Zeitschrift Science Advances. Das Team hatte die Gehirnmasse von 1.400 lebenden und ausgestorbenen Säugetieren verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Verhältnis von Gehirngröße zu Körpergröße im Laufe der Evolution keiner stabilen Linie gefolgt war.
Dieses Verhältnis wird seit langem als Indikator für die Intelligenz von Tieren angesehen. Aber verschiedene Säugetiere erreichten ihre derzeitigen Verhältnisse auf unterschiedliche Weise. Elefanten zum Beispiel nahmen sowohl an Körpergröße als auch Gehirngröße zu. Delfine und Menschen hingegen verringerten ihre Körpergröße, während ihre Gehirngröße zunahm.
Die Studie zeigte außerdem, dass die meisten Veränderungen der Gehirngröße nach zwei katastrophalen Ereignissen in der Erdgeschichte auftraten. Vor 66 Millionen Jahren siedelten sich Nagetiere, Fledermäuse und Fleischfresser in den Gebieten der ausgestorbenen Dinosaurier an. Die Anpassung an neue Lebensräume scheint zu einer Vergrößerung der Gehirne dieser Tiere geführt zu haben. Eine ähnliche Veränderung gab es im Anschluss an den Klimawandel v