Sturm auf das Kapitol: Viele Unternehmen in den USA setzen politische Spenden aus
Viele der größten Unternehmen und Banken in den USA haben nach dem Angriff auf das Kapitol in der vergangenen Woche angekündigt, ihre politischen Spenden auszusetzen. Sie ziehen Millionen Dollar von den 147 republikanischen Kongressabgeordneten und Senatoren ab, die das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen angefochten und damit zu den politischen Unruhen beigetragen haben.
Unternehmen wie Marriott, AT&T, Amazon, Dow und American Express haben beschlossen, den Republikanern, die gegen die Anerkennung des Wahlergebnisses gestimmt haben, kein Geld mehr zukommen zu lassen. Das „Lincoln Project“, eine Organisation Trump-kritischer Republikaner, plant eine große Kampagne, die auf Unternehmen abzielt, die diese Republikaner noch immer finanziell unterstützen.
Eine Umfrage der Yale School of Management unter mehr als 30 Firmenchefs zeigte eine einhellige Zustimmung zur Überprüfung politischer Spenden. Berichten zufolge wird die Deutsche Bank in Zukunft keine Geschäfte mehr mit Donald Trump oder seinen Unternehmen machen. Das Zahlungsdienstleistungsunternehmen Stripe wickelt ab jetzt keine Zahlungen mehr für Präsident Trumps Wahlkampagne ab, die weiterhin Spendengelder sammelt.