Großbritannien will den Begriff „Schatz“ neu definieren, um seltene historische Artefakte besser zu schützen
Die Regierung Großbritanniens plant, die offizielle Definition des „Schatz“-Begriffs zu ändern und seltene und wertvolle archäologische Funde einzubeziehen. Nach dem Treasure Act von 1996 werden Objekte dann als Schätze bezeichnet, wenn sie mehr als 300 Jahre alt sind. Sie müssen außerdem komplett aus Gold oder Silber bestehen oder Edelmetalle enthalten.
Diese Neuregelung soll derartige Artefakte für die Öffentlichkeit bewahren, anstatt sie an private Sammler zu verkaufen. Sobald solche Objekte offiziell als Schätze identifiziert wurden, gehen sie in den Besitz der Krone über und werden lokalen oder nationalen Museen zur öffentlichen Ausstellung zur Verfügung gestellt.
Die gegenwärtige Definition von Schätzen deckt jedoch viele wichtige Funde aus dem 21. Jahrhundert nicht ab. Die Metallortung hat eine zunehmende Zahl von Objekten aus der römischen Zeit hervorgebracht, die die bisherigen Kriterien nicht erfüllen, da sie oft aus Bronze und nicht aus Edelmetallen gefertigt sind.