USA ziehen 9.500 US-Soldaten aus Deutschland ab
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag einen Plan zum Abzug von 9.500 amerikanischen Soldaten aus Stützpunkten in Deutschland bewilligt. Damit würde die Zahl der im Land stationierten US-Soldaten von rund 34.500 auf 25.000 reduziert werden. Ein Sprecher des Pentagon gab keine Einzelheiten darüber bekannt, wohin die Truppen verlegt werden könnten oder wann dies geschehen würde.
Präsident Trump hatte Deutschland vorgeworfen, die NATO finanziell nicht genug zu unterstützen. Das von allen NATO-Mitgliedern vereinbarte Ziel ist es, dass jedes Land bis 2024 2 % seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungszwecke ausgeben soll. „Deutschland zahlt nur einen Bruchteil von dem, was es eigentlich zahlen soll“, sagte Trump letzte Woche. „Deutschland soll 2% zahlen, aber sie zahlen nur etwas mehr als 1%, je nachdem, wie man es rechnet. Aber wenn man davon ausgeht, dass sie 1 % zahlen, ist das kriminell.“
Die militärische Präsenz der USA in Deutschland ist eine Hinterlassenschaft der Alliierten-Besatzung des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg. In Deutschland ist derzeit die bei weitem größte Anzahl von US-Streitkräften in Europa stationiert, gefolgt von Italien, Großbritannien und Spanien.