Deutsche Juden wurden davor gewarnt, in der Öffentlichkeit Kippas zu tragen
Am vergangenen Samstag warnte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Felix Klein die jüdische Gemeinde, nicht in allen Teilen Deutschlands Kippas zu tragen. Antisemitisch motivierte Angriffe in Deutschland haben in den letzten Jahren zugenommen.
In einem Interview, das von der Zeitung Die Welt und anderen Medien veröffentlicht wurde, sagte Klein, dass er „Juden nicht empfehlen kann, die Kippa ständig und überall in Deutschland zu tragen“. Aus einem vor zwei Wochen veröffentlichten Bericht geht hervor, dass antisemitische Verbrechen im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent zugenommen haben, während die Anzahl politisch motivierter Verbrechen allgemein gesunken ist. Ein weiterer Bericht zeigte, dass die Zahl gewaltsamer Vorfälle gegen Juden zwischen 2017 und 2018 um 86 Prozent zugenommen hat.
Kleins Kommentare stießen auf Kritik. Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte, es sei „nicht hinnehmbar, wenn Juden in Deutschland ihren Glauben verstecken müssen“. Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin reagierte bestürzt auf Kleins Warnung. Er sagte, die Ängste über die Sicherheit deutscher Juden seien „eine Kapitulation vor dem Antisemitismus und ein Eingeständnis, dass Jude