Weltweite Verschlechterung der Lage der Pressefreiheit
Die Pressefreiheit ist weltweit gefährdet. In der heutigen Zeit leben nur neun Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, in denen Journalisten ihren Beruf frei und unabhängig ausüben können. Das geht aus einer Analyse der in Paris ansässigen Non-Profit-Organisation „Reporter ohne Grenzen“ hervor. Die Analyse wurde erstmals im April veröffentlicht und am letzten Freitag, dem „Tag der Pressefreiheit“, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Seit 2002 bewertet „Reporter ohne Grenzen“ in 180 Ländern die Lage der Pressefreiheit. In diesem Jahr waren die fünf Länder, in denen Journalisten am freiesten arbeiten können: Norwegen, Finnland, Schweden, die Niederlande und Dänemark. Turkmenistan, Nordkorea, Eritrea, China und Vietnam belegten die fünf letzten Plätze. Deutschland rangierte auf Rang 13 und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbessern.
Es ist beunruhigend, dass die Anzahl der Länder, die in Bezug auf die Pressefreiheit als „gut“ bewertet wurden, in den letzten fünf Jahren um 40 Prozent gesunken ist. Der Aufstieg autoritärer Diktatoren, die Geringschätzung von Meinungsverschiedenheiten und die „Normalisierung eines aggressiven Tons gegenüber der Presse hab