Körperliche Bewegung und Ernährungsgewohnheiten: Glaube stärker als Genetik?
Der irrtümliche Glaube, eine erbliche Veranlagung zu haben, kann den Körper eines Menschen entsprechend reagieren lassen. Diese Reaktion kann sogar stärker ausgeprägt sein, als wenn man tatsächlich genetisch veranlagt wäre. Diese Ergebnisse wurden letzten Monat von Wissenschaftlern der Stanford University in der Fachzeitschrift Nature Human Behaviour veröffentlicht.
Die Forscher rekrutierten über 200 Studienteilnehmer, von denen Speichelproben für genetische Tests abgenommen wurden. Anschließend wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe lief so lange wie möglich auf einem Laufband, wobei die Sauerstoffaufnahme und Lungenkapazität der Teilnehmer gemessen wurde. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe aßen eine Mahlzeit und beschrieben danach ihr Völlegefühl. Währenddessen wurden in ihrem Blut Hormonwerte gemessen, die das Sättigungsgefühl beeinflussen.
Später wurden einige Teilnehmer in beiden Gruppen hinsichtlich der Ergebnisse ihrer genetischen Tests absichtlich getäuscht. So wurde zum Beispiel einigen in der Laufbandgruppe gesagt, dass sie eine Genvariante hätten, die sie nach sportlicher Betätigung schneller ermüden lässt. Als diese Teilnehmer dann erneut auf dem La