Zahl der Todesopfer durch Hurrikan Maria 70-mal so hoch wie offiziell angegeben
Eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Studie stellt die niedrige offizielle Zahl der Todesopfer durch Hurrikan Maria in Frage. Der Sturm hatte Puerto Rico im vergangenen September fast komplett zerstört. Die Regierung hatte behauptet, dass dem Hurrikan 64 Menschen zum Opfer gefallen waren. Die Ergebnisse einer neuen Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, zeigen jedoch, dass tatsächlich mehr als 4.600 Menschen ums Leben gekommen sein könnten.
Die Forscher befragten Anfang des Jahres Erwachsene aus fast 3.300 Haushalten in Puerto Rico. Sie fragten, ob im Haushalt jemand im Zeitraum zwischen dem Tag des Hurrikans und Ende 2017 gestorben sei und ob der Sturm dazu beigetragen haben könnte. Die Forscher ermittelten daraus eine geschätzte Sterblichkeitsrate und verglichen diese mit den offiziellen Sterbezahlen aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. So kamen sie zu einem besseren Verständnis der Zahl der Todesfälle, an denen der Hurrikan einen Anteil gehabt haben könnte.
Andere Experten und Journalisten hatten die offiziellen Zahlen der Regierung Puerto Ricos ebenfalls in Frage gestellt. Frühere unabhängige Untersuchungen von CNN, der New York Times u