Deutsche aller Glaubensrichtungen marschieren gegen Antisemitismus
Tausende von Menschen in ganz Deutschland nahmen am vergangenen Mittwoch an Kundgebungen teil, um ihre Unterstützung für die jüdische Gemeinschaft des Landes inmitten einer Welle des Antisemitismus zum Ausdruck zu bringen. Die Kundgebungen waren eine Reaktion auf die jüngsten antisemitischen Angriffe in Berlin und anderswo, einschließlich eines Angriffs auf zwei Männer in der Woche zuvor, die Kippas, oder religiöse Käppchen, getragen hatten.
Viele der Demonstranten — darunter Juden, Christen und Muslime — trugen Kippas als Zeichen der Solidarität mit den schätzungsweise 200.000 Juden in Deutschland. Erst einen Tag davor hatte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, einer der wichtigsten jüdischen Gruppen des Landes, Männern geraten, Kippas nicht in der Öffentlichkeit zu tragen. Auf der größten Kundgebung in Berlin sagte Bürgermeister Michael Müller: „Wir dulden keinen Hass. Angriffe gegen Juden sind Angriffe gegen uns alle.“
Die jüngste Zunahme antisemitischer Vorfälle steht im Zusammenhang mit sowohl einem Aufschwung des Rechtsextremismus als auch mit Muslimen, einschließlich muslimischen Flüchtlingen. Polizeistatistiken zeigen, dass rund 90 Prozent der antisemitis