Facebook unter Druck wegen Missbrauch von Nutzerdaten
Am Samstag berichtete die New York Times, dass eine politische Beratungsfirma persönliche Daten aus den Facebook-Profilen von mehr als 50 Millionen Nutzern gesammelt hat, ohne deren Erlaubnis einzuholen. Die Firma Cambridge Analytica nutzte diese Informationen dann, um diesen Nutzern Online-Anzeigen zu senden, die das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl 2016 möglicherweise beeinflusst haben. Facebook steht jetzt in der Kritik wegen mangelnder Maßnahmen zum Datenschutz.
Cambridge Analytica hatte mit dem Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump zusammengearbeitet. 2014 erhielt die Firma Zugang zu diesen Daten über eine Persönlichkeitsquiz-App, die von einem Psychologieprofessor der Universität Cambridge entwickelt wurde. Rund 270.000 Facebook-Nutzer hatten die App heruntergeladen und sich damit einverstanden erklärt, ihre Daten erfassen zu lassen. Die App sammelte jedoch auch Daten von den Facebook-Freunden der Nutzer ohne deren Wissen. Zu jener Zeit hatte Facebook diese Vorgehensweise erlaubt. Sie ist seitdem jedoch verboten.
Am Dienstag leitete die US-Kartellbehörde FTC eine Untersuchung der Praktiken von Facebook zur Datenfreigabe ein. Unterdessen will die Europäische Union unter