Rechtsruck nach Parlamentswahlen in Österreich
Am vergangenen Sonntag gewann die konservative Volkspartei die Parlamentswahlen in Österreich. Mit diesem Sieg wird das Land höchstwahrscheinlich einen Rechtskurs einschwenken. Darüber hinaus wird der Vorsitzende der Volkspartei, Sebastian Kurz, dank dieses Wahlergebnisses mit 31 Jahren der jüngste Regierungschef der Welt.
Die Partei von Kurz, deren Wahlkampf auf Einwanderungsfeindlichkeit und Muslimenfeindlichkeit basierte, erhielt rund 32 Prozent der Stimmen. Die liberalen Sozialdemokraten unter dem derzeitigen Bundeskanzler Christian Kern kamen auf etwa 27 Prozent der Stimmen. Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei erhielt 26 Prozent. Analysten glauben, dass Kurz eine Koalition mit der Freiheitlichen Partei eingehen wird, die in den 50er Jahren von ehemaligen Nazis gegründet wurde und sehr islamfeindlich ist.
Kurz, der derzeitige österreichische Außenminister, ist dafür in die Kritik geraten, dass er die Volkspartei auf einen stärkeren Rechtskurs gebracht hat, um von den Ängsten der Bürger vor Einwanderern zu profitieren. Wie auch die Freiheitliche Partei warb Kurz in seinem Wahlkampf für schärfere Einwanderungskontrollen, die Kürzung von Leistungen für Flüchtlinge und ein