Erste Debatte der französischen Präsidentschaftskandidaten
Eine Fernsehdebatte am Montagabend zeigte, dass die Ansichten der fünf führenden französischen Präsidentschaftskandidaten über Einwanderung, Wirtschaft und Frankreichs Rolle in der Welt weit auseinander gehen. Die schärfsten Auseinandersetzungen gab es zwischen dem gemäßigten Politiker Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Diese beiden Kandidaten führen derzeit in den Umfragen.
Le Pen warf Macron vor, das Tragen von Burkinis ― einem Ganzkörper-Badeanzug, der von einigen muslimischen Frauen getragen wird -- zu befürworten. Daraufhin antwortete Macron, dass seine Rivalin Frankreich spalten und die Muslime des Landes zu Feinden machen wolle. Le Pen, deren wirtschaftlichen Pläne auf Kritik gestoßen sind, forderte außerdem eine „patriotische Wirtschaft“ und eine protektionistische Politik, die französische Unternehmen begünstigt. François Fillon, der konservative Kandidat, gegen den derzeit strafrechtliche Ermittlungen laufen, erwiderte, dass die Pläne von Le Pen zu einem „wirtschaftlichen Chaos“ führen würden.
Umfragen nach der Debatte zeigten Macron als Sieger. Le Pen und Fillon lagen beide gleichauf auf dem zweiten Platz. Die beiden linken Kandidaten, Jean-Lu