Sich am Riemen reißen bedeutet, dass man sich mit etwas zurückhält, dass man sich nicht gehen lässt, sich in der Gewalt hat, dass man nicht die Nerven verliert. Wenn man etwas ungern oder gar nicht tun will, reißt man sich am Riemen und tut es trotzdem. Gleichbedeutende Wörter sind sich zusammenreißen oder sich zusammennehmen.
Die Redewendung ist umgangssprachlich und der Ursprung der Redensart geht vermutlich auf das Militär zurück. Man vermutet, dass diese Redewendung zu den Zeiten des Ersten Weltkrieges aufgekommen ist. In diesem Falle bezeichnet das Wort Riemen ein längliches Stück Leder oder einen Gürtel, der meistens aus Leder fabriziert wurde. Jeder Soldat besaß einen Gürtel als Teil der Uniform. Und dieser Gürtel musste, sei es beim morgendlichen Appell oder in der Schlacht, mit der Schnalle in der Mitte sitzen. Nachlässigkeiten hätten der Moral der Truppe schaden können. Man musste sich halt am Riemen reißen, um sich in tadelloser Haltung und Uniform vor dem Vorgesetzten präsentieren zu können.
Vielleicht kommt diese Redewendung auch von den Riemen der Zugtiere, die mit einem Reißen an den Riemen (ihrem Zuggeschirr) dazu gebracht wurden, in die gewünschte Richtung zu gehen.
Übrigens hieß der Handwerker, der Riemen und Gürtel aus Leder herstellte, der Riemer oder auch der Riemenmacher. Heutzutage kann man diese Ausbildung natürlich nicht mehr machen.
Die wortwörtliche Übersetzung von sich am Riemen reißen ist to tear on a strap. Auf Englisch würde man vielleicht to pull oneself together oder to get a grip (on oneself) verwenden.
In the middle of the season it looked as if the soccer team would finally pull itself together.
In order to balance the household deficit, France must get a grip and finally start to save.
Die Redewendung ist umgangssprachlich und der Ursprung der Redensart geht vermutlich auf das Militär zurück. Man vermutet, dass diese Redewendung zu den Zeiten des Ersten Weltkrieges aufgekommen ist. In diesem Falle bezeichnet das Wort Riemen ein längliches Stück Leder oder einen Gürtel, der meistens aus Leder fabriziert wurde. Jeder Soldat besaß einen Gürtel als Teil der Uniform. Und dieser Gürtel musste, sei es beim morgendlichen Appell oder in der Schlacht, mit der Schnalle in der Mitte sitzen. Nachlässigkeiten hätten der Moral der Truppe schaden können. Man musste sich halt am Riemen reißen, um sich in tadelloser Haltung und Uniform vor dem Vorgesetzten präsentieren zu können.
Vielleicht kommt diese Redewendung auch von den Riemen der Zugtiere, die mit einem Reißen an den Riemen (ihrem Zuggeschirr) dazu gebracht wurden, in die gewünschte Richtung zu gehen.
Übrigens hieß der Handwerker, der Riemen und Gürtel aus Leder herstellte, der Riemer oder auch der Riemenmacher. Heutzutage kann man diese Ausbildung natürlich nicht mehr machen.
Die wortwörtliche Übersetzung von sich am Riemen reißen ist to tear on a strap. Auf Englisch würde man vielleicht to pull oneself together oder to get a grip (on oneself) verwenden.
Beispiel 1:
Es sah in der Mitte der Saison so aus, als ob die Fußballmannschaft sich endlich am Riemen reißen würde.In the middle of the season it looked as if the soccer team would finally pull itself together.
Beispiel 2:
Um das Defizit in den Haushaltskoffern auszugleichen, muss Frankreich sich am Riemen reißen und endlich anfangen zu sparen.In order to balance the household deficit, France must get a grip and finally start to save.