Es sollte ein BMX-Rad sein, jetzt steht ein Mountain-Bike unter dem Weihnachtsbaum. Die Enttäuschung ist groß, aber man möchte auch nicht undankbar erscheinen, während einen die Eltern in freudiger Erwartung mustern: "Und, wie findest du es?"
„Ziemlich cool, das Rad“, müht man sich ab, Dankbarkeit zu zeigen. Aber schon früh haben wir gelernt: „Einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul“. Das heißt, an einem Geschenk sollte man nicht herummäkeln. Auch wenn es schwer fällt.
Aber wer möchte einem echten Gaul überhaupt ins Maul schauen? Die Antwort ist: der Pferdekäufer. Hier hat die Redewendung ihren Ursprung. Denn entschließt sich jemand, ein Pferd zu kaufen, überprüft er das Alter des Vierbeiners am besten anhand des Pferde-Gebisses.
Pferde besitzen, wie auch wir Menschen, Schneidezähne und Backenzähne. Während sie mit den Schneidezähnen faserreiche Nahrung, zum Beispiel Gras, abbeißen, zermahlen sie mit den Backenzähnen das aufgenommene Futter. Dabei werden die Zähne im Laufe der Zeit immer weiter abgerieben. Der Grad der Abnutzung ist also ein Hinweis darauf, ob der Pferdeverkäufer bei der Altersangabe seines Tieres vielleicht etwas geschummelt hat.
Einem Pferd ins Maul zu sehen, das man geschenkt bekommt, wäre somit unhöflich. Das ursprünglich lateinische Sprichwort ist schon seit der Antike bekannt. Sophronius Eusebius Hieronymus (Kirchenvater, Gelehrter, Theologe, 347-419) gebrauchte es in der Einleitung seines Kommentars zum Epheserbrief des Paulus.
Der Ausdruck „Einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul“ bedeutet frei übersetzt “ Ein Geschenk sollte man nicht bemängeln oder kritisieren, sondern dankbar annehmen” oder besser "Don‘t look a gift horse in the mouth".
A friend gave me his old car. It has some issues, but as far as I am concerned, it is a gift horse and I do not look a gift horse in the mouth.
Although there’s an old saying, "you do not look a gift horse in the mouth", you should be extremely weary of special, low-priced travel deals. Be careful, and ask yourself: Is this too good to be true?
„Ziemlich cool, das Rad“, müht man sich ab, Dankbarkeit zu zeigen. Aber schon früh haben wir gelernt: „Einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul“. Das heißt, an einem Geschenk sollte man nicht herummäkeln. Auch wenn es schwer fällt.
Aber wer möchte einem echten Gaul überhaupt ins Maul schauen? Die Antwort ist: der Pferdekäufer. Hier hat die Redewendung ihren Ursprung. Denn entschließt sich jemand, ein Pferd zu kaufen, überprüft er das Alter des Vierbeiners am besten anhand des Pferde-Gebisses.
Pferde besitzen, wie auch wir Menschen, Schneidezähne und Backenzähne. Während sie mit den Schneidezähnen faserreiche Nahrung, zum Beispiel Gras, abbeißen, zermahlen sie mit den Backenzähnen das aufgenommene Futter. Dabei werden die Zähne im Laufe der Zeit immer weiter abgerieben. Der Grad der Abnutzung ist also ein Hinweis darauf, ob der Pferdeverkäufer bei der Altersangabe seines Tieres vielleicht etwas geschummelt hat.
Einem Pferd ins Maul zu sehen, das man geschenkt bekommt, wäre somit unhöflich. Das ursprünglich lateinische Sprichwort ist schon seit der Antike bekannt. Sophronius Eusebius Hieronymus (Kirchenvater, Gelehrter, Theologe, 347-419) gebrauchte es in der Einleitung seines Kommentars zum Epheserbrief des Paulus.
Der Ausdruck „Einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul“ bedeutet frei übersetzt “ Ein Geschenk sollte man nicht bemängeln oder kritisieren, sondern dankbar annehmen” oder besser "Don‘t look a gift horse in the mouth".
Beispiel 1:
Mein Bekannter hat mir sein altes Auto überlassen. Es hat zwar einige Mängel, aber soweit es mich betrifft, ist es ein geschenkter Gaul, und ich werde ihm nicht ins Maul schauen.A friend gave me his old car. It has some issues, but as far as I am concerned, it is a gift horse and I do not look a gift horse in the mouth.
Beispiel 2:
Auch wenn ein altes Sprichwort „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ lautet, sollten Sie bei Reisegewinnen äußerst misstrauisch sein und sich folgende Frage stellen und Vorkehrungen treffen: Habe ich mich überhaupt an einem Gewinnspiel beteiligt?Although there’s an old saying, "you do not look a gift horse in the mouth", you should be extremely weary of special, low-priced travel deals. Be careful, and ask yourself: Is this too good to be true?