| Jana: | Heute ist Donnerstag, der 13. Juni 2024. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres wöchentlichen Programms „News in Slow German“ für Fortgeschrittene! Hallo zusammen! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Jana. Ein herzliches Willkommen an alle unsere Hörerinnen und Hörer! |
| Jana: | Wir beginnen das heutige Programm mit einer Diskussion über die Wahlen zum EU-Parlament, die die politische Landschaft Europas deutlich verändern werden. Anschließend sprechen wir über die Veröffentlichung eines Berichts, der Israel beschuldigt, eine Kampagne durchzuführen, die die Abgeordneten des US-Kongresses und die amerikanische Öffentlichkeit beeinflussen sollte. Danach diskutieren wir über eine Studie, die zu dem Schluss kommt, dass ein Verbot der Verbreitung von Fake News ein wirksames Mittel im Kampf gegen Fehlinformationen ist. Und zum Abschluss des ersten Teils des heutigen Programms sprechen wir über das Endspiel der French Open, das am vergangenen Wochenende stattgefunden hat. |
| Michael: | Jana, beide Endspiele der French Open waren unglaublich! Das Finale der Männer, ... ich dachte, dass es ohne Rafael Nadal und Novak Djokovic ziemlich langweilig werden würde. Aber da lag ich komplett daneben! Es war eines der spannendsten Tennisturniere überhaupt! |
| Jana: | Da gebe ich dir vollkommen recht. Es war eines der besten Tennisturniere! Aber jetzt wollen wir mit den Ankündigungen weitermachen. Erzähl uns bitte, worüber wir heute im zweiten Teil des Programms „Trending in Germany“ sprechen werden. |
| Michael: | Wir sprechen über ein erneutes Jahrhunderthochwasser, das in Süddeutschland mehrere Todesopfer gefordert und große Verwüstungen angerichtet hat. Außerdem diskutieren wir über das Sponsoring im deutschen Fußball, das normal ist und gesellschaftlich anerkannt wird. Es gibt allerdings immer wieder Ausnahmen, bei denen auch Spitzenvereine für Diskussionen sorgen. Borussia Dortmund hat nun angekündigt, zukünftig mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall zusammenzuarbeiten. |
| Jana: | Interessante Themen! Na dann los! |
Rechtsextreme Parteien erzielen Gewinne bei den EU-Parlamentswahlen, die Mitte behält jedoch die Kontrolle
Die viertägigen Wahlen zum EU-Parlament haben die Grundfesten der Europäischen Union erschüttert. Die rechtsextremen Parteien haben die Machtpositionen der Parteien der Mitte in Frankreich und Deutschland geschwächt und ihre Positionen in den Delegationen anderer Länder verbessert. Auch die Linke und die grünen Parteien haben Rückschläge erlitten.
Obwohl die rechten Parteien erfolgreich waren, gelang es ihnen nicht, die Kontrolle über das Parlament selbst zu erlangen. Die Europäische Volkspartei, die sich aus bürgerlich-konservativen Parteien der Mitgliedsstaaten zusammensetzt, bleibt die stärkste Fraktion im EU-Parlament, und die derzeitige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat gute Aussichten, erneut für ihr Amt bestätigt zu werden.
In Frankreich siegte die rechtsextreme Partei Rassemblement National von Marine Le Pen mit über 30 Prozent der Stimmen. Das waren doppelt so vie
Reporter enthüllen eine verdeckte israelische Social-Media-Kampagne zur Beeinflussung von US-Abgeordneten
Letzte Woche berichteten die israelische Watchdog-Organisation FakeReporter, die Fehlinformationen nachgeht, und die New York Times über eine israelische Social-Media-Kampagne, die auf US-Abgeordnete und die amerikanische Öffentlichkeit abzielte. Die Kampagne verbreitete eine pro-israelische Darstellung des Gaza-Konflikts mit dem Ziel, Demokraten davon zu überzeugen, Israel weiter zu unterstützen.
Das israelische Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten beauftragte das israelische Politikberatungsunternehmen Stoic für 2 Millionen Dollar mit der Durchführung der Kampagne. Mit Hilfe von Hunderten von Fake Accounts wurden pro-israelische Kommentare auf X, Facebook und Instagram gepostet, um demokratische Mitglieder des US-Kongresses zu beeinflussen. Dies geschah zu einer Zeit, als viele Demokraten angesichts der steigenden Zahl ziviler Opfer in Gaza die weitere militärische Unterstützung Isr
Am 6. Mai veröffentlichte die Fachzeitschrift Nature eine Studie, in der die Auswirkungen der Sperrung von etwa 70.000 Twitter-Accounts nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 analysiert wurden. Die Studie zeigte, dass die Sperrung von Accounts, die große Mengen an Fake News verbreiteten, Fehlinformationen auf Social Media wirksamer eindämmte als die Blockierung einzelner Beiträge.
Die Studie zeigte auch, dass sich diese Maßnahme unmittelbar und auf breiter Ebene auf die Verbreitung von Fehlinformationen auswirkte. Nach der Massensperrung verbreiteten Nutzer, die gesperrten Accounts gefolgt waren, deutlich weniger Links zu „wenig glaubwürdigen“ Websites. Nach der Sperrung verließen auch eine Reihe anderer Accounts, die Fehlinformationen verbreitet hatten, freiwillig die Plattform.
Die Studie analysierte eine Stichprobe von 500.000 aktiven Twitter-Nutzern. Dabei konzentrierte si
Die French Open 2024 endeten mit einem spannenden Comeback: Der 21-jährige Carlos Alcaraz besiegte Alexander Zverev im Finale der Herren. Nach einem Rückstand von zwei Sätzen erkämpfte sich der Spanier am Ende den Sieg über den Deutschen und sicherte sich damit seinen dritten Grand-Slam-Titel. Alcaraz ist damit der jüngste Spieler, der auf allen drei Belägen (Hartplatz, Rasen und Sand) einen Grand-Slam-Titel gewonnen hat.
Bei den Damen setzte Iga Swiatek ihre Erfolgsgeschichte auf dem Pariser Sandplatz fort. Die polnische Spielerin baute ihre Siege bei den French Open auf insgesamt vier aus – davon drei Titel in Folge – und holte sich ihren insgesamt fünften Grand-Slam-Titel. Die Amerikanerin Coco Gauff und die Tschechin Katerina Siniakova gewannen den Titel im Damendoppel, und Marcelo Arevalo aus El Salvador und Mate Pavic aus Kroatien gewannen das Herrendoppel.
Das diesjährige Turnier w
| Jana: | Erneut ein Jahrhunderthochwasser in Deutschland. Diesmal traf es vor allem Süddeutschland, wo die Fluten mehrere Todesfälle, viele Verletzte und enorme Verwüstungen zur Folge hatte. Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung waren mindestens 6 Tote und mehrere Vermisste zu beklagen. Vereinzelt fielen innerhalb von 4 Tagen 300 Liter je Quadratmeter. Städte wie Regensburg und Passau versanken zeitweise in den Fluten. Vielerorts musste der Katastrophenfall ausgerufen werden. In Passau knackte der Donau-Pegel die 10 Meter-Marke. Der Druck auf Deiche und Dämme war enorm, bei vielen bestand akute Einbruchgefahr. |
| Michael: | Nicht nur das. Bei Amper in Oberbayern brach ein Damm. Die A9 musste für eine gewisse Zeit gesperrt werden, und viele Leute mussten evakuiert werden. |
| Jana: | Tja. Man kommt kaum mit. In Regensburg schwamm der Asphalt. Der Boden war vielerorts so schwammig, dass ganze Straßenzüge evakuiert werden mussten. Bundeswehrsoldaten waren überall im Einsatz. In Flintsbach stürzten durch den Starkregen Teile der über 700 Jahre alten Burgruine Falkenstein ins Tal. 50 Anwohner im Tal mussten hier evakuiert werden. Die Aufräumarbeiten werden auch bei dieser Flut wieder Jahre dauern. Sind wir das mittlerweile gewohnt, Michael? |
| Michael: | Auf der Vorderseite der Trikots von Fußballmannschaften ist unübersehbar der Hauptsponsor der Teams aufgedruckt. Dieses System des Sponsorings hat sich durchgesetzt, da es für beide Seiten – Mannschaft und Unternehmen – Vorteile bietet. Die Teams erhalten Geld, um ihre hochkarätigen Spieler zu bezahlen. Und die Unternehmen können ihren Namen vor einem Millionenpublikum präsentieren und werden mit den meist positiven Assoziationen des Fußballs in Verbindung gebracht. Doch manchmal klappt dieses Verfahren nicht reibungslos. Borussia Dortmund hat kürzlich den Waffenhersteller Rheinmetall als neuen Sponsor verkündet. In der Öffentlichkeit stößt dies auf Kritik. So fragt die „taz“ im Artikel „Einmal Champions League mit Schuss!“ vom 31. Mai, wie der Wertekanon der Mannschaft, der sich gegen Gewalt ausspricht, mit dem Sponsoring durch einen Rüstungskonzern zusammenpasst. |
| Jana: | Die Einstellung der Deutschen gegenüber ihren Rüstungskonzernen hat sich nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zwar geändert, aber ich finde, Waffen und Fußball passen nicht zusammen. |