| Jana: | Heute ist Donnerstag, der 21. Dezember 2023. Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten und wir freuen uns, dass Sie heute bei unserer neuen Folge von „News in Slow German“ für Fortgeschrittene dabei sind. Hallo liebe Hörerinnen und Hörer! Hallo Hanna! |
| Hanna: | Hallo zusammen! Ja, es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Das ist immer eine sehr hektische Zeit, oder? |
| Jana: | Ja, hektisch und auch ein bisschen stressig. |
| Hanna: | Oh nein! Es gibt keinen Grund, gestresst zu sein. Jana, wenn du noch nach einem niveauvollen Geschenk suchst, das lange in Erinnerung bleibt, dann findest du es hier bei uns! |
| Jana: | Ein Geschenkabo für „News in Slow German“? Hanna, meine Familie und die meisten meiner Freunde sprechen Deutsch! Warum sollte ich ihnen ein Abo für unser Programm schenken?! |
| Hanna: | Ich meine ja nicht, dass du ihnen einen Geschenkabo für unser deutsches Programm schenken sollst. Aber ich bin mir sicher, dass jemand in deiner Familie sich über ein Geschenkabo für „News in Slow Italian“ oder „News in Slow Spanish“ oder „News in Slow French“ freuen würde, oder? |
| Jana: | Hmm, das ist eine gute Idee. |
| Hanna: | Super! Jetzt, wo wir das Problem gelöst haben, wollen wir mit unserem Programm beginnen. |
| Jana: | Okay. Im ersten Teil der heutigen Folge sprechen wir über die Sanktionen der EU gegen Russland. Dann besprechen wir die Entscheidung von Papst Franziskus, Priestern zu erlauben, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. In unserer heutigen Story zum Thema Wissenschaft geht es um eine Studie, in der festgestellt wurde, dass Katzen ihre eigenen Regeln aufstellen, wenn sie apportieren wollen. Und zum Schluss des ersten Teils des heutigen Programms sprechen wir über ein Weihnachtsbier aus grünen Erbsen und Rotkohl, das ein großer Hit in Island ist. |
| Hanna: | Wow! Ich weiß nicht, worauf ich mehr gespannt bin – auf unsere Diskussion über das Bier aus grünen Erbsen und Rotkohl oder die Studie, die zeigt, dass Katzen ihre eigenen Regeln zum Apportieren aufstellen. |
| Jana: | Ich wusste, dass dir diese Themen gefallen würden! Aber jetzt verrate uns doch bitte, worüber wir heute in unserem Programmteil „Trending in Germany“ sprechen werden. |
| Hanna: | Wir werden über die Pisa-Studie sprechen, die vor kurzem veröffentlicht wurde. Deutschlands 15-Jährige haben die schlechtesten Ergebnisse in Mathe, Lesen und Naturwissenschaften, die jemals im Rahmen der Pisa-Studie gemessen wurden. Außerdem sprechen wir über die BahnCard. Wer häufig mit der Deutschen Bahn fährt, besitzt meistens eine BahnCard, mit der man kostengünstiger reisen kann. Bald soll es diese Karte aber nicht mehr in der bekannten Plastikversion geben, sondern nur noch digital, was Kontroversen auslöst. |
| Jana: | Interessante Themen. Dann kann unser Programm jetzt beginnen. Los geht's! |
Am 18. Dezember hat der Rat der Europäischen Union ein zwölftes Paket mit Sanktionen gegen Russland wegen des Krieges in der Ukraine verabschiedet. Das Sanktionspaket verbietet die Einfuhr von Diamanten mit Ursprung in Russland. Außerdem werden zusätzliche Einfuhr- und Ausfuhrverbote gegen Russland verhängt, um die Umgehung der Sanktionen zu verhindern und Hintertüren zu schließen.
Ab dem 1. Januar wird die direkte Einfuhr von natürlichen und synthetischen Diamanten sowie von Diamantschmuck aus Russland verboten sein. Am 1. März wird das Verbot auf russische Diamanten ausgeweitet, die in anderen Ländern geschliffen und poliert wurden. Ab September wird dann auch die Einfuhr von russischen Labordiamanten und Uhren, die Diamanten enthalten, verboten sein.
Das Einfuhrverbot für Diamanten erfolgt in Abstimmung mit den G7-Staaten, die Anfang des Monats ähnliche Maßnahmen angekündigt haben. Bel
Am Montag gab der Vatikan bekannt, dass Papst Franziskus Priestern erlaubt hat, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Diese Entscheidung des Papstes gilt als ein bedeutender Schritt in Richtung einer größeren Offenheit der römisch-katholischen Kirche gegenüber ihren Mitgliedern aus der LGBTQ-Gemeinde. Die neue Regel wurde in einem Erklärungsschreiben veröffentlicht, einem seltenen und bedeutenden Dokument des Vatikans.
Der Vatikan stellte jedoch klar, dass sich die traditionelle Haltung der Kirche gegenüber der Ehe nicht ändern wird. Dem Dokument zufolge ist die Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paares nicht dasselbe wie ein Ehesakrament, was ein formeller zeremonieller Ritus ist. Der Vatikan erklärte außerdem, dass damit nicht die gleichgeschlechtliche Beziehung an sich, sondern das Paar bzw. die einzelnen Personen gesegnet werden.
Um Verwirrung zu vermeiden, rät der Vatikan, den Seg
Am 14. Dezember veröffentlichte die Zeitschrift Scientific Research eine Umfrage unter 924 Besitzern von 1.154 Katzen, die apportieren. Die Forscher wollten das Sozialverhalten von Katzen untersuchen. Sie stellten fest, dass die meisten Katzen nicht von ihren Besitzern auf das Apportieren trainiert wurden. Das Apportieren scheint ein instinktives Verhalten zu sein, das die meisten dieser Katzen bereits als Katzenkinder zeigten.
Die Studie zeigt auch, dass Katzen normalerweise die Regeln aufstellen, nach denen sie apportieren wollen. Oft bringen sie nur bestimmte Gegenstände und oft nur zu bestimmten Personen. Spielzeug wurde als beliebtester Apportiergegenstand genannt, gefolgt von runden Gegenständen wie Kugeln oder zerknülltem Papier.
Die Besitzer berichteten, dass ihre Katzen das Apportierspiel öfter initiieren und beenden als sie selbst. Wenn Katzen das Spiel beginnen, dann spielen sie
Zu einem festlichen Weihnachtsessen gehören in Island eingelegter Rotkohl und grüne Erbsen aus der Dose. Sie werden in der Regel zu geräucherter Lammkeule und Kartoffeln serviert. Diese Tradition geht auf eine Zeit zurück, als frisches Gemüse und Obst in den Wintermonaten schwer zu bekommen waren.
In diesem Winter braut eine kleine Brauerei in der isländischen Hauptstadt Reykjavik ein Bier, das von diesem traditionellen Abendessen inspiriert ist. Für das Rezept werden die beiden unverzichtbaren isländischen saisonalen Zutaten verwendet. In den verschiedenen Phasen des Brauens werden eingelegter Rotkohl und grüne Erbsen aus der Dose mit Gerstenmalz, Hopfen und Nelken und anderen Bierzutaten vermischt.
Die Brauerei hat eine nur geringe Jahreskapazität von 50.000 Litern, arbeitet aber mit einem führenden Lebensmittelhersteller zusammen, der traditionelle Lebensmittel für das Weihnachtsessen
| Jana: | Oh wei, au weia! Am 5. Dezember hat die OECD die Ergebnisse der Pisa-Studie 2022 veröffentlicht. An die 690.000 Schüler aus 81 Ländern hatten an der Erhebung, deren Schwerpunkt diesmal die Mathematik war, teilgenommen. Das Ergebnis ist eine absolute Katastrophe für Deutschland. Deutschlands 15-Jährige haben die unterirdischen Leistungen der 15-Jährigen aus dem Jahr 2001 nochmals erheblich unterboten. 2001 war das erste Jahr, an dem Deutschland an der Pisa-Studie, die alle drei Jahre stattfindet, teilnahm. Die Ergebnisse damals lösten ein politisches Erdbeben aus, als uns Pisa unser Mittelmaß drastisch vor Augen führte. Gegenmaßnahmen folgten, und bis 2012 gingen unsere Ergebnisse hoch, um dann nach 2012 wieder drastisch abzurutschen. Der Rutsch zwischen 2018 und 2022 ist spektakulär. Deutschland steht unter Schock. Führ uns mal durch die Ergebnisse, Hanna. |
| Hanna: | Gerne. In Mathe befinden sich 30 % unserer 15-Jährigen unter den besonders leistungsschwachen Schülern, im Lesen sind es 26 % und in den Naturwissenschaften sind es 23 %. |
| Hanna: | Die Deutsche Bahn ist oft in den Medien präsent. Mit positiven und negativen Schlagzeilen. Sie scheint die Gesellschaft ein Stück weit zu polarisieren. Leute, die hierzulande viel mit der Bahn unterwegs sind, besitzen häufig die sogenannte BahnCard. Mit dieser reduziert sich der Fahrpreis und man hat Zugriff auf spezielle Programme der Kundenbindung des Unternehmens. Noch wird die BahnCard sowohl als bekannte Plastikkarte, als auch als digitale Version herausgegeben. Ab Mitte nächsten Jahres soll allerdings nur noch die digitale Version gültig sein. Die Bahn argumentiert, nachhaltiger werden zu wollen. Die „taz“ sieht das Ganze eher problematisch. Kunden ohne digitale Affinität würden außen vor bleiben. Dabei sollte öffentliche Mobilität so niedrigschwellig wie möglich sein, schreibt die Zeitung im Artikel „Digitale Spaltung, hausgemacht“ vom 11. Dezember. |
| Jana: | Ich finde, die Zeitung hat recht. Dieser Schritt geht ein bisschen zu weit. |