Kasachstans Präsident befiehlt, ohne Vorwarnung zu schießen
Es dauerte zwei Tage, bis Präsident Tokajew die Preiserhöhung wieder zurücknahm. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Proteste bereits auf ganz Kasachstan ausgeweitet.
Am Mittwoch hatten Demonstranten den Flughafen in Almaty, der größten Stadt des Landes, eingenommen. Mehrere Verwaltungsgebäude im ganzen Land wurden geplündert und in Brand gesetzt.
Am Mittwoch verhängte Präsident Tokajew den Ausnahmezustand. Außerdem bat er Russland um militärische Hilfe. Der russische Präsident Wladimir Putin schickte sofort 3.600 Fallschirmjäger nach Kasachstan.
Am Freitag wandte sich Präsident Tokajew in einer Ansprache an das Land. Er bestätigte, dass er den Sicherheitskräften den Befehl gegeben hatte, ohne Vorwarnung zu schießen. Kasachische staatliche Medien berichteten am Freitag, dass 18 Sicherheitsbeamte und 26 „bewaffnete Kriminelle“ bei gewalttätigen Protesten getötet worden seien.
Am Wochenende schienen die Sicherheitskräfte die Situation unter Kontrolle gebracht zu haben. Es ist aber nicht klar, wie gut sie diese Ordnung wi